Nelly Löwenstein

Nelly Löwenstein um 1947.
Privatarchiv.

Nelly Löwenstein, geborene Jung (* 18. Januar 1911 in Limburg a. d. Lahn; 7. Mai 2003 in Korbach).

Leben

Nelly Löwenstein war das zweite von drei Kindern des Lokomotivführers Heinrich Jung (1881-1956) aus Schupbach und dessen Ehefrau Pauline Schmidt (1881-1968) aus Eschenau (Runkel). Sie wuchs mit ihrer älteren Schwester Paula Conrad, geborene Jung (1908-1987) und ihrem jüngeren Bruder Hermann Heinrich Jung (1913-1942) bei Limburg/Lahn und in Bebra auf.

Um 1930 zog sie nach Korbach, wo sie zunächst in der Gastwirtschaft Herzog (Stechbahn 8) arbeitete. Hier lernte sie den Nachbarn, den Kaufmann Friedrich Löwenstein (1911-1945), kennen, den sie am 4. März 1939 in Dillenburg heiratete. Während ihr Ehemann Kriegsdienst ableistete, führte sie mit ihrer Schwiegermutter Ida Löwenstein das Hutgeschäft in der Stechbahn 10 in Korbach weiter, ab 1950 sodann als Inhaberin. 1970 übergab sie das Geschäft an ihren Sohn, war jedoch bis in die 1990er Jahre noch regelmäßig unterstützend im Verkauf tätig.

Mit Friedrich Löwenstein hatte Nelly einen Sohn (* 1944), der das Geschäft mit seiner Frau bis 2006 weiterführte. Nelly Löwenstein bewohnte seit den 1930er Jahren eine Wohnung im Haus Stechbahn 12 in Korbach, in der sie 2003 starb.