Anna Engela Wilstach

Anna Engela Wilstach, geborene Becker (* 1612 in Giebringhausen; 18. Dezember 1686 in Korbach). [1]

Leben

Anna Engela [2] war die Tochter des Barthold Becker.[3] Ihre Mutter war Catharina Waldeck.[4] Wahrscheinlich hatte sie einen Bruder namens Hermann Becker. [5] Angela könnte über zwei verschiedene Linien die Ururenkelin des Bischofs Franz I. von Waldeck gewesen sein. Einerseits über dessen nichtehelichen, ältesten Sohn Christoph von Waldeck, andererseits über dessen Tochter Catharina von Waldeck aus der Verbindung mit Anna Polmann. Ihr Vorname geht vielleicht auf ihre Urgroßmutter Engele (Angela) Kerkerinck zurück. Wegen der umstrittenen Einzelheiten wird auf die Ausführungen im Beitrag zu ihrem mutmaßlichen Großvater Engelbert Becker verwiesen. Am 14. Juni 1637 ging sie in der Neustädter Kirche mit dem Korbacher Kaufmann Dietrich Wilstach die Ehe ein.[6] Mit ihm hatte sie zehn Kinder: [7]

Johannes Wilstach (1638-1699), Pfarrer in Niederense [8]
Johann Dietrich (II.) Wilstach (1639-1688), [9] Stechbahn 20
Wilhelm Theodor Wilstach (1653-1717) [10]
Anna Katharina Schumacher, geborene Wilstach [11]
Johann Stephan Wilstach (1647-1693), Advokat und Procurator an der Landeskanzlei (Enser Straße 7) [12]
Tochter N.N.
Tochter N.N.
Sohn N.N.
Sohn N.N.
Sohn N.N.

Anmerkungen

[1] Hermann THOMAS (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 1, Professor-Kümmell-Straße und Klosterstraße, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1956, S. 30-31; Friedrich Wilhelm EULER, Genealogische und soziologische Betrachtungen über die Vorfahren des Berliner Oberbürgermeisters und Politikers Ernst Reuter, in: Genealogisches Jahrbuch, Band 1, herausgegeben von der Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte, Berlin-Frankfurt/M. 1961, S. 15-47 [40]; bei Gerhard BEHLE/Fridrich WILKE (Bearb.), Waldeckische Ortssippenbücher, Band 77, Deutsche Ortssippenbücher, Reihe A, Band 471, Giebringhausen, Heimat- und Verkehrsverein Giebringhausen/Waldeckischer Geschichtsverein e.V. (Hrsg.), Bad Arolsen 2010, Nr. 47, ist Anna Engelas Geburt in Giebringhausen allerdings nicht vermerkt.
[2] Der Vorname ist auch mit Anna Engel, Anangela, Annengela und Angela überliefert; vgl. Martin RUDOLPH (Bearb.), Korbacher Bürgerfamilien - Die Nachkommen des Korbacher Bürgermeisters Curt Schumacher, 1585-1660, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1976, S. 18; EULER (wie Anm. 1); Hermann THOMAS (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 5, Stechebahn - Violinenstrasse - Heumarkt - Am Steinhaus, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1959, S. 35, Ziff. 12 (Stechbahn 20).
[3] EULER (wie Anm. 1); THOMAS (wie Anm. 1).
[4] EULER (wie Anm. 1), mit der Einschränkung: "soll ... gewesen sein". EULER gibt Catharina Waldeck zwar als mögliche Ehefrau des Barthold Becker an. Ob sie auch die Mutter der Anna Engela war, bleibt offen.
[5] Vgl. BEHLE/WILKE (wie Anm. 1).
[6] THOMAS (wie Anm. 1); Hermann STEINMETZ (Bearb.), Die Stadtcommissare in Korbach, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1954, S. 29.
[7] STEINMETZ (wie Anm. 6).
[8] RUDOLPH (wie Anm. 2). S. 24a, 44, 55; Hilmar G. STOECKER (Bearb.), Waldeckische Ortssippenbücher, Band 16, Niederense, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1978, S. 209.
[9] RUDOLPH (wie Anm. 2), S. 24.
[10] THOMAS (wie Anm. 1), S. 30.
[11] RUDOLPH (wie Anm. 2), S. 18.
[12] STEINMETZ (wie Anm. 6).