Violinenstraße 8 (Korbach)

Das Haus Violinenstraße 8 im November 2016.
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Das Haus Nr. 8 in der Violinenstraße ist ein 1815 von dem Tagelöhner Ludwig Mirk erbautes Fachwerkhaus in der Altstadt von Korbach. [1]

Geschichte

Die Grundstücke entlang der inneren Stadtmauer wurden erstmals Anfang des 18. Jahrhunderts bebaut, nachdem die Stadtbefestigung ihre Bedeutung als Verteidigungsanlage verloren hatte.

1. 1815 Johann Friedrich Ludwig Mirk.

2. 1845 Johann Heinrich Wilhelm Mirk.

3. 1868 Johann Carl Christian Ludwig Mirk.

4. Im Jahr 1895 kaufte der Klempner und Flurschütz Heinrich Georg Wilhelm Martin Bohne (* 15.10.1855; 12.11.1912) das Haus. Er war der Sohn des Blechschmieds Georg Heinrich Ludwig Bohne (Stechbahn 30a) und der Marie Henriette Wilhelmine Schmale. Am 1. Mai 1881 heiratete er Elisabeth Schnautz (* 01.08.1856 in Frohnhausen bei Dillenburg; 20.02.1944), Tochter des Bergmanns Wilhelm Schnautz in Frohnhausen. Das Paar hatte neun Kinder. [2]

Carl Bohne (1882-1955) wurde Eisenbahner, heiratete und lebte mit seiner Familie in Eisenach. Er hatte eine in Eisenach lebende Tochter namens Erika.
Heinrich Bohne (1883-1957) heiratete Marie Schröder (1881-1961) und hatte mit ihr die Kinder Luise Ludwig und Heinrich.
Friedrich Bohne (1885-1965) heiratete 1911 Anna Wilke und hatte aus dieser Ehe drei Töchter: Ida, Elisabeth und Anna.
Luise Bohne (1886-1938) blieb unverheiratet.
Elisabeth Bohne (1887-1888)
Ludwig Bohne (1889-1975) wurde Friseur (Stechbahn 11) und heiratete 1912 in Kassel Gertrude Rosenthal, mir der er 4 Kinder hatte: Albert, Hermann, Ludwig und Gertrud.
Hermann Bohne (1890-1951) leitete zuletzt mit seiner Frau das städtische Altersheim. Er heiratete 1920 Karoline Viering aus Külte und hatte mit ihr eine Tochter Brunhilde.
Anna Bohne (1892-1978), siehe Nr. 4.
Reinhard Bohne (1895-1959) heiratete 1921 Minna Meißner aus Kassel und hatte mit ihr die Kinder Hans, Anneliese und Ilse. Die Familie wohnte in dem Haus Professor-Kümmell-Straße 14.

5. Anna Bohne (* 09.02.1892; 1978), Tochter von Nr. 3, erbte nach dem Tode ihrer Mutter das Haus und vermachte es ihrem Neffen Heinrich Bohne.

Bilder

Anmerkungen

[1] Hermann THOMAS (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 5, Stechebahn - Violinenstraße - Heumarkt - Am Steinhaus, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1959, S. 100-101. Alle folgenden Daten, soweit nicht anders vermerkt, nach THOMAS. Falls nicht anders angegeben, sind alle genannten Personen in Korbach geboren und gestorben.
[2] Angaben nach der Webseite der Familie Bohne.
[3]